Verlobungsringe und Trauringe...
... kaum ein anderes Schmuckstück trägt so große Emotionen in sich!
Das macht sie besonders, und daher ranken sich zahlreiche Mythen und (vermeintliche) Traditionen um sie.
Das setzt viele Menschen unter Druck, was sehr schade und ganz unnötig ist. Hier habe ich für euch einen Faktencheck zusammengetragen.




Der diamantene Verlobungsring
Es war einmal ein niederländischer Diamantkonzern, der hieß De Beers. Während der Großen Depression in den Dreißigerjahren hatte er das Problem, dass immer weniger Menschen Interesse an einem Diamanten in ihrem Ring hatten. Also beauftragte der Konzern die Werbeagentur N.W. Ayer & Son in Philadelphia damit, sich eine Marketingstrategie zu überlegen.
Mit dieser Aufgabe wurde Mary Frances Gerety betraut, und sie löste sie mit Bravur: Der Slogan "A Diamond is Forever" stammt aus ihrer Feder. Und auch die Agentur ließ sich in der Umsetzung nicht lumpen: Marilyn Monroe ("Diamonds are a girl´s best friend") wurde ins Boot geholt, man gab den heiratswilligen Herren die "4 C" (für Carat, Colour, Clarity, Cut) an die Hand, mit denen sie beim Kauf nach der Qualität des Diamanten fragen sollten, und bewarb den Ring im Kontext mit teuren Automobilen und anderen Luxusgütern.
Und siehe da: Die Strategie ging wunderbar auf und hält sich bis heute so gut, dass der diamantene Verlobungsring selbst in Asien sehr gefragt ist.
Fazit: Keine Tradition, sondern gutes Marketing!
Wählt euren Ring so, wie er für euch passt. Nicht jeder Frau macht ein Prinzessschliff Freude, und es gibt so wunderschöne Farbedelsteine, die man stattdessen nehmen kann! Wenn es denn ein Stein sein soll ;)




Trauringe
Ringe sind dank ihrer umlaufenden Form seit jeher ein Symbol für Unendlichkeit. Die ältesten Trauringe der Welt stammen aus dem alten Ägypten und sind ca. 3000 Jahre alt. Damals wurden sie noch aus Schilf gefertigt; später verwendete man Knochen und Elfenbein. Im Mittelalter gab es nur einen Trauring für die Dame und diente zu deren finanzieller Absicherung, falls ihrem Gatten etwas zustoßen sollte.
Wo die Ringe getragen werden, ist auf der ganzen Welt sehr unterschiedlich. Im Hinduismus trägt man den Trauring am zweiten Zeh, während er in Europa an der Hand getragen wird. In Deutschland ist es Tradition, den Verlobungsring am linken Ringfinger zu tragen und den Trauring am rechten Ringfinger. Es ist aber auch üblich, den Verlobungsring als Beisteckring zum Trauring zu tragen. In Großbritannien ist es genau andersherum, da man sagt, dass durch die linke Hand die Vena amoris, die Liebesader, direkt bis zum Herzen verläuft.
Fazit: Trauringe sind tatsächlich eine Tradition, geboren aus dem Bedürfnis, anderen Menschen die eigene Verbundenheit zu zeigen. Wo und wie ihr sie tragt, entscheidet ihr.
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Muss es Gold sein?
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Gibt es nachhaltige Edelsteine?
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Was hältst du von synthetischen Diamanten?
Es "muss" schon mal gar nichts! Schmuck soll uns glücklich machen, da ist kein Platz für gesellschaftliche Zwänge. Und mal ehrlich: Es gibt so schöne Alternativen zum klassischen Gelbgold!
Im Atelier könnt ihr zwischen Weißgold, Rosé- und Rotgold, Gelbgold, Sterling Silber und Tantal wählen. Gerne berate ich euch!
Ja, die gibt es. Ich beziehe meine Edelsteine ausschließlich von einem Pforzheimer Familienunternehmen, das die Steine aus Altbeständen aufkauft, ggf. umschleift und dann weiterverkauft. Auf diese Weise wird kein vorhandenes Material verschwendet und die Steine bringen eine Geschichte mit.
Gute Frage. Synthetische Diamanten werden häufig als besonders nachhaltig beworben, da sie nicht mit abbaubedingter Umweltzerstörung und der Ausbeutung von Arbeiter*innen einhergehen. Das sehe ich ein. Allerdings wird für die Herstellung der Synthesen extrem viel Strom verbraucht, und der stammt bei den wenigsten Anbietern aus nachhaltiger Quelle.
Ein Edelstein wird dann spannend, wenn er winzig kleine Einschlüsse oder Einfärbungen hat. Sie geben dem Stein seinen einzigartigen Charakter, und man kann sich regelrecht in ihn "verlieben". Diese Eigenschaften bringt ein synthetischer Stein nicht mit.
Ich habe mich daher entschieden, im Atelier lieber mit natürlichen Diamanten aus Altbeständen zu arbeiten.
Worauf wir pfeifen:
- Der Verlobungsring sollte drei Monatsgehälter kosten.
- Trauringe müssen schlicht und aus Gelbgold gearbeitet sein.
- Der Verlobungsring muss einen Diamanten tragen.
- In Trauringe muss immer das Hochzeitsdatum eingraviert werden.
- Es bekommt immer nur eine*r einen Verlobungsring.
Was wir feiern:
- Ihr entscheidet, welche Form euer Verlobungsring haben soll.
- Ob Silber, Gelb-,Rosé- und Weißgold oder Tantal - choice is yours!
- Der Verlobungsring darf einen Stein haben, muss er aber nicht.
- Gravieren könnt ihr auch ein Zitat, ein Symbol, eure Namen...
- Zwei Verlobungsringe schaffen Vorfreude für euch beide!



